Reparatur

Jahresendmüdigkeit

Jahresendmüdigkeit macht sich breit, allerdings eher nicht bei mir, denn ich bin ja immer müde. 😉 Die ortsansässige Schlosserei hat es immer noch nicht geschafft, mir nach 3 Tagen einen Preis für meine Hilfsrahmenbauteile zu nennen. Mein Anruf endete nach 3 Weiterleitungen beim Faxgerät, einen Rückruf bekam ich nicht. Also weitete ich meinen Anfrageumkreis aus und landete so in Erfurt. Ein Stahlhändler macht nur in Rohren aller Art, dafür war der nächste umso besser sortiert. Liefern kann er, relativ günstig sogar, wie ich dem Vorabpreis entnahm, aber erst nächstes Jahr. Mist! Also rufe ich morgen mal noch weiter weg an, ob die meine Stahlteile vorrätig haben. 60km mit 6m langen Stahlteilen auf dem 3m Anhänger, oha. Wäre aber toll, wenn ich die Sachen vor Weihnachten noch bekäme, da würde ich auch sowas in Kauf nehmen.

Ich beschäftige mich derweil mit Kleinarbeiten, die ja auch gemacht werden müssen. So bekam der Tankgeber eine Auffrischung per neuer Dichtung und das ekelige schwarze Silikonzeugs konnte verschwinden. An den Tankkonsolen arbeitete ich die Gewinde nach und verschloss sie für’s Sandstrahlen mit alten Schrauben. Ebenso bekamen die beiden alten Druckluftkessel, die wieder verbaut werden, Silikonstopfen in ihre Gewinde verpasst. Zwei neue Kessel kamen auch hier an. Die mitgelieferten Konsolen sind allerdings so schlecht mit schon abblätternder Grundierung behandelt, dass die auch gleich eine Sandstrahlkur verordnet bekommen. Die Übertotpunktfeder des Kupplungspedals ist auch gekommen und ich hab sie gleich eingebaut. Fahren kann ich momentan halt nicht, aber dafür kann ich das Pedal, statt gerade so mit dem Fuß, jetzt locker mit einer Hand bedienen. Das Gasgestänge habe ich vorne mal auseinander gezogen und die Kugelköpfe geprüft. Neu ist anders, aber verschlissen auch. Also schraubte ich die Zugverbindung etwas weiter zusammen, fettete die Kugelpfannen und setzte die Verbindung wieder ein. Jetzt bekommt die Pumpe Vollgas und ich bin mal gespannt, wie sich das später anfühlt. Die Querträger des Rahmens bekamen an den Verbindungsstellen zu den Längsträgern eine dreimalige Owatrol Behandlung. Dieses Öl kriecht in kleine Ritzen und härtet im Laufe der Zeit aus, kann später überstrichen werden. Aber zunächst war Spielen angesagt, ich montierte die kleinen polnischen Windabweiser, die ich mir letzten Winter mal bestellt hatte. Sigi hatte mir zwar einen Satz großer Windabweiser mitgebracht, aber der war leider nicht für meinen LKW passend. Naja, dann eben doch die kleinen. Wo ich schon mal an den Türen zugange war, baute ich gleich mal die Verriegelung der Ausstellfenster auseinander. Die beifahrerseitige ließ sich problemlos wieder festziehen und braucht jetzt keine blecherne Zwischenlage mehr. Auf der Fahrerseite ist leider das Innengewinde ausgerissen, das geht also am besten mit einem weiteren kleinen Ersatzteil.

Neben dem 814 bastelte ich heute den linken Rückfahrscheinwerfer am Düdo wieder fest. Irgendwie denke ich immer an die Anhängerkupplung, aber nicht an die daneben hängenden Scheinwerfer. Die Vorschwächung der Plastikhalterung hatte ich in Fischerhütte erreicht, wo ich rückwärts an eine Böschung fuhr. Den Rest habe ich ihr vor ein paar Tagen bei Rewe gegeben, wo ich mit dem Heck über ein niedriges Gestrüpp fuhr, damit ich auf den Parkplatz passte. Danach war der Halter ganz abgebrochen und die Lampe baumelte unmotiviert am Heck herum. Dafür gab es jetzt einen schicken Halter aus Alu, die Reparatur dauerte dank festgerosteter Schrauben und handgefeilten Halters etwa 2 Stunden – für einen 6 Euro Scheinwerfer… 😀

Licht gab es auch für das Fahrrad. Erst begradigte ich den schief montierten Dynamo, danach sorgte ich dafür, dass er sich auch wieder drehen konnte. Vorne leuchtete was, nur hinten nicht. Das Rücklicht war schon geflickt und an den Kontakten völlig rostig, so besorgte ich in meiner Post, die gleichzeitig Fahrradladen ist, ein LED Rücklicht mit Standlichtkondensator. Jetzt leuchtete zwar das Rücklicht wieder, aber dafür sah ich vorne nichts. Was da groß mit „Halogen“ beschriftet war, leistete etwa so viel wie ein Teelicht mit Hochleistungsdocht. Ich kenne das Gelände hier inzwischen sehr gut, aber mit dieser Lichtausbeute wäre ich in irgendeinem Gebüsch geendet. Also wieder bei der Post eingekauft, jetzt gab es einen LED Scheinwerfer mit Standlichtfunktion. Die Probefahrt steht allerdings noch aus.

6 Kommentare

    1. Moin Andreas! Dankeschön! Das Logo entstand beim Test für einen Dekor auf dem Glumpliner. Ich fand diese Schriftart und schon war die Idee geboren. Ob das allerdings auch auf den Wagen kommt, ist noch völlig unklar.

      Euch auch ein frohes Fest und einen guten guten Rutsch!

    1. Moin Martin! Nein, auf dem nicht… 😀 Aber dafür ist es relativ schnell benutzbar und für manche Wege besser als mein mehrspuriges „Ungetüm“. Nach montaner Planung gehen beide mit auf Fahrt.

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