Bau

Hilfsrahmen erniedrigt

Nein, ich habe ihm keine bösen Sachen gesagt, um ihn zu erniedrigen. Vielmehr war es handwerkliche Tätigkeit gewesen, die den Hilfsrahmen von seinem hohen Ross  seinen höherlegenden Gewindestangen auf den Boden der Tatsachen Hauptrahmen runter holte. 

Das Rostegal blieb lieber an den Rahmenhölzern zum provisorischen Aufhängen der Batterien hängen, als auf dem Hauptrahmen. Ich bin völlig unbegeistert von den Zeug. Ich werde es zukünftig nur noch für Anbauteile nehmen, die schön rostig sind und bei denen es nicht wirklich auf mechanische Haltbarkeit ankommt. Achsteile, Servolenkungsteile, Blattfedern und sowas. Vor dem nächsten Winter bekommt der Hauptrahmen an den Auflageflächen des Hilfsrahmens eine Owatrolkur verpasst, denn jetzt war er stellenweise wieder blank.

Nachdem die Batterien wieder raus waren, schraubte ich eine der hinteren Gewindestangen runter, so etwa auf die halbe Höhe. Dann die andere Seite. Ich legte ein Rahmenholz quer über den Hauptrahmen, hob eine Ecke des Hilfsrahmens an, konnte dann die Gewindestange da raus nehmen und den Hilfrahmen auf das Rahmenholz setzen. Dann wieder die andere Seite. Jetzt wurde es kompliziert, denn vorne musste ich ja an der hinteren Lagerung des Fahrerhauses vorbei, also den Hilfsrahmen etwas nach hinten schieben, unter das Auflager kommen und dann wieder nach vorne schieben, damit ich mit der Führungsplatte am Tankhalter vorbei kam. Dicke Balkenstücke halfen mir dabei. Zwei links, eins rechts. Links an der Kabinenlagerung vorbei runter gekurbelt bis auf die Balkenstücke, dann die Gewindestange raus. Rechts die Gewindestange gelöst und raus, um das Kabinenlager vorbei auf das eine Balkenstück abgesetzt. Jetzt wackelte die ganze Geschichte wie ein Lämmerschwanz. Ich schob so lange Holz und Hilfsrahmen hin und her, bis ich ein halbwegs gutes Gefühl hatte. Dann kam einer der linken Balken raus. Nun legte ich ein Rahmenholz quer über den Rahmen und entfernte nacheinander die Balkenstücke. Dann schob ich den Hilfsrahmen wieder etwas vor, bis er halbwegs zu passen schien. Den Hilfsrahmen hinten komplett anzuheben und gleichzeitig das hintere Rahmenholz heraus zu nehmen, stellte eine besondere Herausforderung dar. Aber es klappte. Vorne konnte ich mich aber nicht unter den Hilfsrahmen stellen wie hinten. Also dickere Holzklötze neben das Rahmenholz, Rahmenholz raus und dann die Klötze nacheinander raus. Saugend rutschte der Hilfsrahmen über den Hauptrahmen. Puh, geschafft.

Hinten gehen Schrauben direkt durch Haupt- und Hilfsrahmen, das waren die ersten, die ich rein- und festschraubte. Danach bekamen alle 12 Konsolen Schrauben verpasst, leider fehlten mir 3 Muttern. Und für die vorderen Konsolen sind auch keine Schrauben da, das sind die, die umgekehrt am Hauptrahmen festgenietet sind und die nach Mercedes-Vorgaben mit Scheibenfedern festgeschraubt werden sollen. Federscheiben habe ich schon. Jetzt konnte ich die Länge der benötigten Schrauben messen, muss sie jetzt halt noch besorgen.

2 Kommentare

  1. Du hast das Zeug ja bei niedrigen Temp. verarbeitet…üblicherweise nicht unter +5°C
    aber wenn ich so Erfahrungen lese, ist wohl auch ’ne lange Trockenzeit normal.
    Dazu die hohe Luftfeuchtigkeit im Winter, das kann Probleme geben.

    1. Ja, das mag alles so sein. Ich werde es ja sehen, wie sich Rostegal auf rostigen Untergründen ohne mechanische Einwirkungen verhält. Für meinen Zweck war es wohl einfach die falsche Wahl. Leider gibt es jetzt kein Zurück und ich muss einfach den jetzt entstehenden Rost vor dem nächsten Winter nochmal anders behandeln.

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