Bau Planung

Beholzung II

Eigentlich wollte ich wegen der heutigen Hitze eher einen gechillten Tag machen. Nein anders, ich bekam den Hintern nicht hoch und entschied dann, dass es bei der Hitze auch egal wäre. Irgendwann dann der Entschluss: „Mach mal die Staukastenklappen innen dicht!“ So parkte ich den Düdo vor die Nachbarhalle und den 814 vor die von Siggi. Klappen auf, Kleber frei! Das klappte auch gut, die Sonne hatte trotz Wolkenlosigkeit Erbarmen mit mir und heizte nur auf Schongarung. 27°C erreichte der Schattenwert. Leider gab es keinen Schatten an meinem Arbeitsplatz… 😉

Als die Klappen geklebt waren, setzte ich mich auf meinen Campingstuhl neben dem Düdo – dort war nämlich Schatten. Ich klipperte etwas im Internet herum, betrachtete mein Werk und es erschien mir als Tageswerk dann doch etwas mager. Zudem fühlte ich mich inzwischen eher nach Weitermachen an. Aus der Halle schallte gepflegter Reggae und die Laune war gut. Ah, ich hatte doch die Siebdruckplatten für die Seitenverblendungen besorgt…

Mit kleinen Spanngurten zog ich die Platten der linken Seite an den Hilfsrahmen. An der Tankverkleidung war ich mir total unschlüssig, in welchem Winkel ich die absägen sollte. Die vorderen Radkästen sind überall abgerundet und haben die verschiedensten Winkel. Rund konnte ich die Platte sowieso nicht sägen, weil ich die Option zum Verschließen des Spalts zwischen Verblendung und Radkasten offen halten wollte. Na dann eben eine andere Platte zuerst.

Ich fing mit dem Radkasten hinten an. Na super, auch nicht besser als vorne, ganz im Gegenteil. Nach einigem Hin und Her machte ich mir eine Pappschablone vom vorderen Radlauf. Danach legte ich eine Holzlatte an die Laufflächen der Zwillingsreifen und machte mir innen an der Platte Markierungen für oben, hinten und vorne. Unten 5cm dazu, oben 7cm. Oben eine waagerechte Linie gezogen und irgendwie die Schablone aufgesetzt. Es brauchte drei Versuche, bis ich mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden war. Ausgesägt, wieder mitdem Spanngurt drangezogen – cool! Etwas schief, schräg und schepp, aber es sollte ja zum Rest des Wagens passen… 😀

Das Endstück war einfacher, unten 5cm quer gemessen, oben 15cm senkrecht gemessen, Linie durch, gesägt, fertig. Jetzt könnte die Tankverkleidung durchstarten.

Eigentlich ja auch nur zwei Punkte markieren, Linie ziehen, sägen, fertig. Aber irgendwie lag mir die Platte wohl nicht, ich hab sie gleich mal etwas zu kurz gesägt. Von hinten gesehen super, von der Seite aus okay und von vorne kommt mit das Kotzen. So wollte ich das nicht haben. Aber ab ist ab. Also wird es jetzt wohl doch auf eine rechtwinkelig angesetzte kleine Blende „nach innen“ hinaus laufen.

Die linke Seite war nun also erledigt, dann ging es eben rechts weiter. Ich verzichtete auf das Anspannen der kompletten Platten, kontrollierte jeweils nur kurz die Länge. Zuerst sägte ich den Radlauf hinten, wofür ich die Blende von links als Schablone nahm. So konnte ich wenigstens sicher sein, dass der rechte Radlauf mindestens genauso schepp wurde, wie der linke.

Es folgten das Heckbürzel, eine Kontrolle der nicht zu sägenden Treppenblende und aus einem Abfallstück sägte ich das vordere Ministück. Bei Letzterem musste ich sowieso etwas mehr stehen lassen als links, sonst wäre nichts mehr zum Anschrauben übrig geblieben. Hätte ich mal besser rechts angefangen. Egal, zu spät.

An der Tankverblendung muss jetzt noch der Tankdeckel eine Klappe bekommen. Die flache breite Blende zwischen den Rückleuchten muss ich noch anpassen und ihr eine Mulde für das Kennzeichen bescheren. Dann muss alles noch etwas begradigt werden, so weit möglich. Anschließend Halter basteln, alles lackieren, bohren, montieren,… – mir wird nach wie vor nicht langweilig… 😀

… und wenn doch …?

Na dann spiele ich wieder mal mit Gimp. Gestern Abend zog mich Paul auf, weil ich den ganzen Koffer, die Verblendungen und den Lack etc. alles nur per Bildbearbeitung gemacht hatte. Er forderte mich heraus, doch noch den Dachspoiler drauf zu gimpen. Eigentlich sollte der Spoiler nicht mehr drauf kommen, aber nur der Genugtuung wegen, photomontierte ich ihn auch noch drauf. Hey, wie geil ist das denn, der sieht garnicht so schlecht aus… 😀

5 Kommentare

    1. Moin Markus! Hast Du hiermit! 😀
      Es wird wohl auch echt der Snoopy werden, ich fand den ja auch sofort super. Jetzt brauche ich so langsam aber auch mal einen Koffer, an dem sich Snoopy festhalten kann. 😉

  1. Jetzt muss ich trotzdem mal nachfragen. Du bist doch eigentlich Metaller. Auch wenn du noch viele Siebdruckplatten über hast ;-), wären doch z.B. Blenden aus Alu oder dünnem Blech eine gute Möglichkeit die offenen Stellen zu verblenden (gewichtsmäßig leichter und mit ein paar Schweißpunkten „schnell“ angebracht). Abkanten, wie z.B. bei dem offenen Problem am vorderen Radhaus geht da auch schneller. Und Nachbearbeiten musst du eh beide Materialien, das Blech lackieren und bei den Siebdruckplatten die Kanten trotzdem ordentlich versiegeln.

    1. Moin Markus! Vom Gewicht her gesehen hast Du völlig recht. Ich brauche aber eine gewisse Steifigkeit der Platten, weil die Dinger meine Seitenschutzplanken ersetzen sollen und dafür genaue Maße der zulässigen Durchbiegung zwischen den Haltern festgelegt sind. Ich hätte also eine Hilfskonstruktion hinter die Bleche bauen müssen, womit sich die Gewichtsersparnis minimierte. Zudem habe ich hier keine Abkantbank zur Verfügung, also müsste ich alles teuer anfertigen lassen. Zuguterletzt ist Stahlblech (Alu noch viel weniger) kein billiges Material, somit war einfach die gute alte Siebdruckplatte das Material der Wahl. Die Sägekanten pinsle ich wohl mit Owatrol Öl dicht, mal sehen was Google sagt… 🙂

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